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am 25. Juni 2021

Doppelte Auszeichnung: Jury prämiert zwei Projekte mit dem Gabriele-Heidecker-Frauenkunstpreis 2021

Eva Schobesberger - Gleich zwei Einreichungen sind dieses Jahr mit dem von Frauenstadträtin Eva Schobesberger gestifteten Gabriele-Heidecker-Frauenkunstpreis 2021 ausgezeichnet worden. Die Jury hat sich dafür entschieden, Miriam Bajtala und Beate Ronacher zu prämieren. Beide Künstlerinnen erhalten jeweils die Hälfte des Preisgeldes, das insgesamt 10.000 Euro beträgt.

Am Donnerstagabend hat die Preisübergabe unter Einhaltung aller Corona-Bestimmungen im afo-architekturforum oö stattgefunden. Ich habe eine große Freude, dass die Wahl auf diese beiden tollen Frauen und ihre beeindruckenden Projekte gefallen ist und gratuliere den Gewinnerinnen herzlich. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen Teilnehmerinnen für ihre spannenden Einreichungen bedanken“, freut sich Schobesberger. Die Projekte der beiden Gewinnerinnen sind ab heute, Freitag, bis inklusive 9. Juli jeweils von Dienstag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr im afo zu sehen. 


Jurymitglied Margit Greinöcker und Preisstifterin Stadträtin Eva Schobesberger übergaben die Auszeichnung an die Preisträgerinnen Miriam Bajtala und Beate Ronacher (v.l.).

Mit ihrer eigenen Vergangenheit und Geschichte, gebunden an Räume, konfrontiert sich die in Wien lebende und arbeitende Miriam Bajtala in ihrem Projekt „dichtegeschichte in 18 Räumen“. Das grafische Grundgerüst der künstlerischen Arbeiten sind dabei die Rekonstruktionen der Grundrisse der Wohnungen, in denen sie gelebt hat. Die Räume werden zur Lebenserzählung und in 18 Textminiaturen (ver)(ge)dichtet. Mit Hilfe von Textauszügen auf Plakatständern verknüpft die Künstlerin, die an der Universität Wien und an der Akademie der bildenden Künste Wien studiert hat und in Oberösterreich aufgewachsen ist, den jeweiligen Ausstellungsraum mit dem angrenzenden öffentlichen Raum. 

Außerdem mit dem Gabriele-Heidecker-Preis 2021 ausgezeichnet worden ist Beate Ronacher. Mit ihren unangekündigten Performances will sie die Aufmerksamkeit von BesucherInnen und PassantInnen von unterschiedlichsten Veranstaltungen gewinnen. Schauplatz ihrer Darbietungen sind vor allem der öffentliche Raum vor Galerien, Kunstmessen, Gehsteige, Stiegen oder Aufgänge. Bei ihrer Performance-Reihe mit dem Titel „Untitled (Fußfälle)“ liegt die Künstlerin, die seit 2018 an der Linzer Kunstuniversität studiert, auf dem Rücken, begraben unter einer Malerei oder Skulptur. Der Titel dieses Kunstprojektes ist eine Anlehnung an die 7 Fußfälle – eine frühe Form des Passionsweges. Im Gegensatz dazu, wechselt bei Ronachers Performances die Unterwerfung zwischen der Frage, wer wem oder was zu Füßen liegt. Der Körper, der in Hallein lebenden und arbeitenden Künstlerin, wird dabei zur Projektionsfläche.  


Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro wird aufgeteilt 

Durch die Jury-Entscheidung, zwei Gewinnerinnen auszuzeichnen, wird auch das Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro zwischen den Preisträgerinnen aufgeteilt. „Die Corona-Krise hat die nach wie vor bestehende deutliche finanzielle Schieflage zwischen den Geschlechtern aufgezeigt. Umso wichtiger ist es, dass es Preise und Auszeichnungen gibt, die sich speziell an Frauen richten“, ist Schobesberger überzeugt.  

Über die Vergabe des Heidecker-Preises  hat eine hochkarätige Jury entschieden, der Mag.Eva Blimlinger, Kunst- und Kultursprecherin der Grünen im Nationalrat und bis 2019 Rektorin der Akademie der bildenden Künste Wien, Mag.aEva Schlegel, Wiener Künstlerin und bis 2018 Universitätsratsvorsitzende der Kunstuniversität Linz, Dr.in Marty Huber, Aktivistin und Performancetheoretikerin sowie Mag.a Margit Greinöcker, Architektin und Leiterin des Egon-Hofmann-Hauses, angehört haben. „Diese hochkarätigen Namen zeichnen den Preis zusätzlich aus​




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